Paradoxon

~ Musiklink ~ Nine Inch Nails – Closer

anadevaus Denkt jetzt bitte nicht an einen rosa Elefanten.
Und, was ist passiert?
Habt ihr an einen rose Elefanten gedacht? Dachte ich mir.
Es ist völlig unmöglich an etwas nicht zu denken, an das wir nicht denken wollen. Wenn wir krampfhaft etwas aus unseren Gedanken verbannen wollen, denken wir erst recht daran.
Das macht mich ein wenig kirre zur Zeit. Komischerweise vergesse ich stattdessen Dinge, die ich unbedingt behalten sollte.

Meine Lösung sind, wie immer als Frau 150%: Listen
Ohne Listen, ohne mir alles zu notieren, wäre ich verloren. Mein Hirn gleicht zur Zeit einem nostalgischem Nudelsieb.
Aber an den rosa Elefanten denke ich ständig. Klasse.
Dabei gibt es die nicht mal. Oder doch? Zumindest im übertragenen Sinne, hat wohl jeder so seinen.
Irgendwo zwischen den unzähligen Mindmaps, Umzugsplänen, hingekritzeltem kreativem Output, Fotoskizzen und To-Do-Listen fliegt er ständig rum.
Und was macht Frau 150%, wenn 150% nicht möglich sind? Richtig – Nichts.

Und so kann es schon mal passieren, dass man im Zettelberg so vor sich hinwühlt und den Überblick für das Wesentliche verliert.
Das ist dann wie im Porzellanladen zu sitzen und die berühmte Tasse nicht zu sehen.
Oder waren das Wald und Bäume? Nein – Ich war ja bei Elefanten.
Konzentrationsschwierigkeiten.
Ohne das ich auch nur ansatzweise dagegen an kann, fließen seit Tagen Worte aus mir raus, Bilder, Ideen …
Mindfucked.
Wäscheberge die warten, Ablage, die Kater fühlen sich im Chaos sauwohl.
Und die Dosenöffnerin sitzt in der Mitte des Desasters, saut mit Farbe rum, hört laut Musik, kritzelt Blätter zu. Zwischendurch lehnt sie sich zurück, kuschelt mit den Fellnasen und ist ganz woanders.

Alles spricht immer von diesem ominösen Amor.
So ein kleiner hinterlistiger Engel mit Pfeil, der dauerbetrunken ist von der Liebe und ständig danebenschießt.
Was interessiert mich Amor? Musen sind viel arger.
Von der Muse angeschossene Musen, multiplizieren sich selbst und sollten sich erst recht, vor dem oben Erwähnten, Deckung und Schutz suchen.
Viel zu filigran und verletzlich. Dabei wollen sie sich mitten in die Flugbahn werfen.
Wirklich. Harakiri gleich. Ist das eine gute Idee?

Kater abgesetzt und um mich geblickt. Wo war gleich die Umzugsliste?
Ah da – 30.06 – Stichtag.
Die fälligen Schönheitsreperaturen stehen vor dem Auszug auch noch an.
Vermutlich werde ich rosa Elefanten an die Wand malen.
Paradox.

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9 Kommentare

  1. …by the way…. wer ist Amor?
    Kehrt der bei ihnen häufiger zum Kaffee ein, oder ist das gar ein heimtückischer Heckenschütze?
    Vielleicht sollten sie dann mal die Kripo darüber informieren.

    In diesem Sinne einen schönen Restsonntag
    Frau Jedöns.

    ;-))

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  2. du, ob du es glaubst, oder nicht:
    ich dachte nur komisch, der kleine süße elefant ist doch blau!?

    aber den kontext verstehe ich schon ,-)
    kleiner tipp:
    schreib all deine eingebungen, welcher art auch immer, nicht auf fliegende zettel – sie könnten sonst mitsamt der schnappschüsse beim nächsten windstoß verlustig gehen.

    ein ringbuch bietet sich doch da geradezu hervorragend für an….dann nämlich besteht die chance, gedankengut zentral zu sichern und gegebenenfalls auch wiederzufinden.

    viel spaß beim listen ,-)

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  3. ich sehe weder rosa elefanten noch ein paradoxon.

    der menschliche geist mit seinem gehirn ist ein weitaus größeres universum, als das universum selbst ! jedenfalls verstehe ich es so. es ist rein intuitiv.

    kein wunder also wenn rosa elefanten oder dergleichen darin fliegen, hüpfen oder sich sonstwie bewegen. der unruhige kreative geist sieht solche dinge eben. aktzeptiert es – es öffnet das tor zur nächsten welt.

    übrigens ein ringbuch würd im leben nicht reichen und die zeit gedankenflüge aufzuschreiben schon mal gar nicht.

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  4. „Das ist dann wie im Porzellanladen zu sitzen und die berühmte Tasse nicht zu sehen.“

    Es begab sich zu einer Zeit, als ich Deinen hier kommentierten Text 1:1 hätte schreiben können. Seit Tagen suchte ich einen erst interessiert, dann dringend, irgendwann fast panisch benötigten Gegenstand in meiner Wohnung. Sämtliche Schränke hatte ich inzwischen aus- und wieder eingeräumt. Die ach so geliebten Schrammel-Ecken ebenfalls. Nix. Nada. Niente. Der Gegenstand war weg. Als hätte es ihn nicht gegeben.

    Eine Freundin besuchte mich und fragte, seit wann ich Sorgenfalten auf meiner Stirn zu tragen pflege. Ich erörterte ihr meine Not, sie sah sich ein paar Sekunden um, deutete mit dem Kopf auf meinen Schreibtisch (Es ist ja nicht so, dass ich jeden Tag mehrere Stunden daran verbringe. Nein, nienicht!), sagte ganz beiläufig „Da.“ und …

    Aber das kennst Du sicher auch.

    Lass Dich einfach küssen. Sei es von Musen oder Suchsdirausses. Es befreit, entspannt und die Gedanken lernen zu fliegen. Alles andere geht dann fast wie von allein. ;o)

    ~

    P.S. Rosa Elefanten. Wie kriege ich jetzt die rosa Elefanten wieder aus dem Kopf? *g

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  5. @skriptum: versuchs doch mal mit dem mobil. halt es nah genug am kopf und warte mal ab was die strahlung so bewirkt…

    sp ich bin jetzt zu müde um noch zu tippen – ich gehe in´s bettchen. nacht zusammen.

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  6. naja indirekt: schließlich bin ich so verrückt um nicht nur einen blog zu haben ! 😉
    nein mal im ernst, es gab zeiten, da habe ich mit vier telefonen gleichzeitg hantiert. das war dann aber auch schon echt heftig.

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