EduCamp – Erster Tag

Zugegebenermaßen arbeite ich ja nicht im Bildungsbereich, zum Glück war das aber auch keine Voraussetzung um am EduCamp teilzunehmen.

Denn erstens wird mein Freund voraussichtlich irgendwann in dem Bereich arbeiten und es gibt so gut wie keine Themen die uns nicht wechselseitig interessieren, zweitens interessiert mich  das Thema Bildung schon immer und ich selbst bin ein gutes Beispiel und der Ansicht, dass man nie ausgelernt hat. Immerhin habe ich nie aufgehört zu lernen, bin Autodidakt, internetaffin und fange mit 36 nochmal ein Studium an – nicht weil ich müsste.

Und ich bin sehr dankbar wie ich aufgenommen und integriert wurde. Immerhin kannte ich als ich ankam nicht eine Menschenseele dort – weder virtuell, noch real. Aber das hat sich schnell geändert und ich fühlte mich die zwei Tage nicht einmal wie ein Fremdkörper.

Der Sessionplan für Freitag sah folgendermaßen aus:

Davon habe ich mir rausgesucht:

11 & 12 Uhr: „Menschenbilder“ von Jean-Pol Martin (Wiki), moderiert von Lisa Rosa.

Zunächst sei gesagt, dass ich mir einen besseren Einstieg beim ersten Camp nicht vorstellen kann, auch wenn die Session aus technischen Problemen viel zu spät begann und auch gleich eine Doppelstunde war, obwohl mich um 12 Uhr „Fragebogen zum selbstorganisierten partizipativen Lernen“ auch sehr interessiert hat.

Das Thema war interessant, charismatische, interessante Menschen in der Session. Auch wenn ich mich mit der Maslowschen Bedürfnispyramide so in aller Gänze immer noch nicht anfreunden mag. (Mochte ich noch nie)
Ich denke dabei mal beispielsweise an all die Künstler, die sich selbstverwirklichen, ohne dass eine stabile Sicherheit in Form von geregelten Finanzen gegeben ist. 😉

Am meisten in Kopf geblieben ist mir eine Aussage von Alexander Rausch, der sagte man müsse mit den Füßen auf den Boden bleiben, Komplexität erst reduzieren, um dann wieder ins Komplexe zu gehen.
(Kein O-Ton und ich hoffe ich habe es einigermaßen sinngemäß wiedergegeben.) Ich für mich konnte das gut nachvollziehen und fühle mich manchmal auch in einem Informationswald im Internet, wo ich vor lauter Bäumen den Wald nicht sehe. Komplexität zu reduzieren fällt nicht immer leicht.

Zumindest erschloss sich mir seit dem EduCamp zum ersten Mal, wie man Twitter auch sinnvoll nutzen kann und „Ich bin mal eben Mittagessen“ nicht einziger Leseinhalt sein muss und man das auch filtern kann.

Fortan konnte ich zumindest auf die Frage, wozu den Twitter gut sein soll auch endlich mal eine gute Antwort geben.

13 Uhr: „Open Interfaces/Einführung in die Suchmaschinenoptimierung“

Leider habe ich mir nicht gemerkt wer die Session angeboten hat und wenn derjenige das hier liest darf er sich gern melden und ich trage das nach. 🙂

Dennoch an dieser Stelle Danke für die interessanten Einblicke.

Sorry wenn ich nicht auf alle Sessions im Detail eingehen kann, aber das hier wird eh schon ein halber Roman. 😉

14 Uhr „Bildungsforschung2.0“

Eigentlich angesetzt für 2 Stunden, aber ich habe schon nach 15 Minuten festgestellt, dass Forschung und Statistik mich nicht so wirklich interessiert. Was keine Abwertung der Session-Haltenden darstellen soll.
Das Thema war einfach nur nicht meins und mir zu trocken.

Daher mal 45 Minuten Pause, mit Kaffee und Zigarette und Pläuschchen draußen an der frischen Luft und ein paar Fotos machen.

15 Uhr „Campus 2.0 – Wie lassen sich Studierende durch WEB 2.0 Dienste unterstützen“

Interessant!

16 Uhr „(Alternatives) Game Based Learning – Das Spiel – Ein unkonventionelles Bildungsmedium?“

Interessant, aber dadurch, dass auf dem Podium in kleiner Gruppe diskutiert wurde und viele noch so in den Rängen saßen, nicht ganz so „intim“ und aktiv wie kleinere Sessions was ich eher schade fand.

17 Uhr „bibliography x.0 – Literaturarbeit neu erdacht“

Eine spontan eingereichte Session und für mich spannend. Zum ersten Mal habe ich ein Kindle in der Hand gehalten und spüren können wie sich Lesen damit anfühlt. Ich finde das sicher ein interessantes Medium, gehöre aber auch zu denen, die bibliophil sind und sich das Buch als Buch, mit seiner Haptik, Geruch und dem Besitzdenken, nicht komplett wegdenken können und wollen.
Maximal kann ich mir das für Fachliteratur vorstellen, oder Zeitungen/Magazine.

Wer sich für das Thema interessiert, wird sicherlich bei Anne Christensen fündig.

Ab 19 Uhr war die Luba Luft für uns reserviert, zum Plauschen und zum Jamen . Vorher nach dem ausgefallenen Mensa-Mahl noch mit ein paar netten Leuten Pizza essen. Lang hab ich an dem Abend nicht gemacht, dank einer hartnäckigen Erkältung, aber zumindest auf der Heimfahrt noch eine nette Begleitung und interessante Gespräche gehabt.
Gruß in den Süden an dieser Stelle, Herr Lehrer. 😉

Wer immer noch mag: Zum zweiten Tag geht es hier.

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4 Kommentare

  1. Da Sie sich mit statistischen Fragestellungen befassen – auf meinem Blog befindet sich eine der umfangreichsten Link-Listen zu hunderttausenden statistischen und demographischen Quellen : Statistics Reference List. Eine faszinierende Anwendung der Statistik ist mittlerweile die graphische Aufbereitung (Visualisierung) – ich habe hunderte Beispiele hier zusammengestellt: Data Visualisation References. Wenn Ihnen noch etwas fehlt oder Sie selbst noch Links kennen , hinterlassen Sie gerne einen Kommentar.

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